
Ferienjob in der Nähe: Jobs ab 13 finden & bewerben
Endlich Ferien – und die Kasse ist leer. Kein Wunder, dass viele Schüler einen Ferienjob suchen. Doch zwischen Mindestalter, Arbeitszeiten und Minijob-Grenze gibt es einiges zu beachten. Hier erfährst du, was ab 13, 14 und 15 Jahren legal möglich ist und wie du dich richtig bewirbst.
Mindestalter leichte Arbeit: 13 Jahre ·
Minijob-Grenze monatlich: 603 € ·
Mindestlohn 2024: 12,41 €/Stunde ·
Max. Stunden/Tag Jugendliche: 8 Stunden ·
SERP Top-Jobportale: 5 Portale
Kurzüberblick
- Ab 13 Jahren ist leichte Arbeit mit Elternzustimmung erlaubt (Minijob-Zentrale)
- 15-17-Jährige dürfen in Ferien max. 8 Std./Tag und 40 Std./Woche arbeiten (Minijob-Zentrale)
- Der allgemeine Mindestlohn gilt nicht für Schüler unter 18 ohne abgeschlossene Ausbildung (Minijob-Zentrale)
- Regionale Jobverfügbarkeit variiert stark je nach Stadt und Bundesland
- Die genaue Minijob-Grenze kann sich zum Jahreswechsel ändern – 2026 liegt sie bei 603 €
- Dokumente zusammenstellen (Lebenslauf, Elternzustimmung)
- 3–6 Monate vor Ferienbeginn mit Suche starten
- Über Jobportale, direkt bei Firmen oder der Arbeitsagentur bewerben
- Frühzeitig bewerben sichert die besten Jobs vor Ort
- Eltern müssen jeden Vertrag mitunterschreiben
Die wichtigsten Regelwerte im Überblick: Mindestlohn, Minijob-Limit und Altersgrenzen auf einen Blick.
| Regel | Wert |
|---|---|
| Mindestlohn | 12,41 €/Stunde |
| Minijob-Limit | 603 €/Monat |
| Ab 13 Jahren | Leichte Arbeit erlaubt |
| Max. Arbeitszeit | 8 Std./Tag, 40 Std./Woche |
Was können 14-Jährige machen, um Geld zu verdienen?
Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt fest, welche Jobs für welche Altersgruppen infrage kommen. Die Regeln sind streng – aber sie lassen genug Spielraum für praktische Ferienjobs.
Mögliche Jobs ab 13 und 14 Jahren
Mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten dürfen 13-Jährige leichte Tätigkeiten ausüben. Typische Beispiele sind Zeitungen austragen, Nachbarschaftshilfe im Garten oder Babysitten für bekannte Familien. Für gefährliche oder körperlich belastende Arbeiten gelten strikte Verbote. Die IHK München betont, dass die Kinderarbeitsschutzverordnung genau regelt, welche Tätigkeiten ab 13 erlaubt sind.
„Junge Menschen sollen vor Überlastung geschützt werden.”
— Minijob-Zentrale, offizielle Informationen für Schülerjobs
Regeln für jugendliche Arbeitnehmer
In NRW verbietet das Jugendarbeitsschutzgesetz Arbeit für unter 14-Jährige. Trotzdem sind Ausnahmen ab 13 möglich – unter anderem über das Familienportal NRW bestätigt. In Brandenburg wiederum können 13- bis 15-Jährige mit Eltern-Einwilligung arbeiten, wie das MBJS Brandenburg bestätigt.
Wie bewirbt man sich für einen Ferienjob?
Eine Bewerbung für einen Ferienjob muss nicht perfekt sein – sie muss echt wirken. Gerade als Schüler ohne große Berufserfahrung kommt es auf die richtige Haltung an.
Bewerbungsunterlagen zusammenstellen
Zu den wichtigsten Unterlagen gehören ein strukturierter Lebenslauf und ein persönliches Anschreiben. Darin schreibst du, warum du den Job willst, was dich auszeichnet und wann du verfügbar bist. Vergiss nicht: Minderjährige brauchen immer die schriftliche Einwilligung ihrer Eltern. Das bestätigt auch YoungCapital.
Online-Portale nutzen
Die Bundesagentur für Arbeit listet tagesaktuelle Stellen für Schüler. Daneben bieten Plattformen wie Indeed, StepStone und spezialisierte Portale wie StudentJob und YoungCapital gezielte Ferienjob-Inserate. Auch lokale Anzeigenblätter und die Webseiten von Geschäften in der Nähe sind einen Blick wert. Der Vorteil: Wer direkt beim localen Supermarkt, der Bäckerei oder dem Gartencenter nachfragt, hat oft bessere Chancen als über große Portale.
Starte dein Anschreiben nicht mit „Ich bewerbe mich hiermit” – sondern mit etwas Persönlichem. Zum Beispiel: „Als Schülerin aus [Stadtteil] interessiere ich mich für einen Ferienjob in Ihrem Team, weil ich Kundenkontakt spannend finde.”
„Kinderarbeit ist verboten – aber Ferienjobs sind ausdrücklich erlaubt, wenn die Regeln eingehalten werden.”
— IHK Frankfurt, Fachinformation Arbeitsrecht für Ferienjobs
Wann sollte man sich für einen Ferienjob bewerben?
Der beste Zeitpunkt für eine Bewerbung liegt deutlich vor den eigentlichen Ferien. Wer zu spät kommt, findet oft nur Restposten.
Beste Zeitpunkte im Jahr
Drei bis sechs Monate vor Ferienbeginn ist der ideale Startzeitpunkt. In den Sommerferien werden die meisten Ferienjobs vergeben – entsprechend früh beginnt die Konkurrenz. Wer sich im April oder Mai meldet, hat deutlich bessere Aussichten als jemand, der erst in den ersten Ferienwochen sucht.
Vorbereitungstipps
Bereite deine Unterlagen vor den Sommerferien vor: Lebenslauf schreiben, Eltern auf Einverständnis ansprechen und eventuell schon ein Anschreiben entwerfen. So kannst du dich sofort bewerben, sobald ein passendes Inserat auftaucht. Arbeitsvertrag.org empfiehlt, auch während des Schuljahrs offene Augen zu halten – viele Betriebe planen ihre Ferienjob-Besetzung Monate im Voraus.
Lokale Geschäfte, Restaurants und Supermärkte planen ihre Sommerbesetzung oft schon im März und April. Wer dann mit einem fertigen Lebenslauf vor der Tür steht, hat einen klaren Vorsprung vor der Konkurrenz.
Was verdient ein Schüler im Ferienjob?
Die Frage nach dem Gehalt hängt von mehreren Faktoren ab: Alter, Jobart und die geltenden Regelungen zum Mindestlohn und Minijob.
Verdienstgrenze und Stundenrechner
Mit einem Minijob dürfen Schüler 2026 maximal 603 € im Monat verdienen, ohne dass Steuern oder Sozialabgaben anfallen. Alternativ ist eine kurzfristige Beschäftigung möglich: bis zu 70 Tage pro Jahr, wie die Minijob-Zentrale bestätigt. Der allgemeine Mindestlohn von 12,41 €/Stunde gilt zwar – aber ausdrücklich nicht für Schüler unter 18 ohne abgeschlossene Ausbildung.
Jugendschutzregeln
15- bis 17-Jährige dürfen in den Ferien bis zu 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Pro Jahr sind maximal 4 Wochen Ferienarbeit erlaubt. Wer als Schüler unter 375 € monatlich verdient, bleibt zudem sozialversicherungsfrei und kann über die Familienversicherung der Eltern krankenversichert bleiben – ein Pluspunkt, wie Jobmensa erläutert.
Ein 16-Jähriger arbeitet 4 Wochen lang 6 Stunden täglich à 10 €: Das ergibt 1.440 € – und liegt deutlich über der Minijob-Grenze von 603 €. In diesem Fall fallen Lohnsteuer und Sozialbeiträge an. Wer mehr als 4 Wochen jobbt oder mehr als 603 € monatlich verdient, hat steuerliche Pflichten. Wer unter 375 € bleibt, sichert sich die Familienversicherung bei der Krankenversicherung.
Was ist ein guter erster Satz für eine Bewerbung?
Der erste Satz entscheidet darüber, ob jemand weiterliest. Mit einer persönlichen Note und einem konkreten Bezug zum Job machst du den Unterschied.
Beispiele für Einleitungssätze
- „Als Schülerin aus [Stadtteil] mit Erfahrung in Nachbarschaftshilfe suche ich einen Ferienjob, in dem ich meine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen kann.”
- „Ich bin 15 Jahre alt, besuche die [Schultyp] in [Ort] und interessiere mich für einen Ferienjob in der Gastronomie – idealerweise in den Sommerferien.”
- „Nachdem ich meinem Nachbarn regelmäßig beim Rasenmähen geholfen habe, möchte ich meine Erfahrung nun in einem professionellen Ferienjob erweitern.”
Häufige Fehler vermeiden
Vermeide allgemeine Floskeln wie „Ich möchte mich bewerben, weil ich Geld brauche” oder „Ich bin flexibel und motiviert” – das klingt austauschbar. Setze stattdessen auf Konkretes: Nenne die Branche, das Unternehmen oder eine Erfahrung, die dich für den Job qualifiziert. Aktiv-Online rät, auch auf korrekte Rechtschreibung und ein sauberes Format zu achten.
So findest du einen Ferienjob in der Nähe: Schritt für Schritt
- Dokumente vorbereiten: Schreibe einen kurzen Lebenslauf und bereite ein Anschreiben vor, das zeigt, warum du den Job willst. Lass dir von deinen Eltern eine schriftliche Zustimmung unterschreiben.
- Portal-Check: Durchsuche die Bundesagentur für Arbeit, Indeed, StepStone und spezialisierte Schülerjob-Portale. Filtere nach „Ferienjob”, „Minijob” und deinem Wohnort.
- Vor-Ort-Anfragen: Geh in deiner Stadt zu Geschäften, Restaurants, Supermärkten oder Gartencentern und frag nach Ferienjobs. Viele Betriebe stellen persönliche Bewerber bevorzugt ein.
- Bewerben: Schreibe eine Bewerbung mit persönlichem Einstieg, konkreten Erfahrungen und deiner Verfügbarkeit. Hebe hervor, warum du zu diesem Betrieb passt.
- Eltern einbinden: Jeder Arbeitsvertrag muss von den Erziehungsberechtigten mit unterschrieben werden. Kläre das frühzeitig, bevor du Zusagen machst.
Die Arbeitszeiten sind klar geregelt: 13- bis 14-Jährige dürfen maximal 2 Stunden täglich arbeiten, 15- bis 17-Jährige bis zu 8 Stunden am Tag. Wochenendarbeit ist grundsätzlich verboten – außer in der Landwirtschaft, wie Aktiv-Online bestätigt.
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frankfurt-main.ihk.de, schulministerium.nrw, jobruf.de, studentjob.de
Schüler ab 13 finden Ferienjobs in der Nähe leichter, wenn sie beste Portale und Apps für regionale Stellenangebote nutzen, ergänzend zu BA und Indeed.
Häufig gestellte Fragen
Wo finde ich Ferienjobs in der Nähe?
Die Bundesagentur für Arbeit, Indeed, StepStone und spezialisierte Schülerjob-Portale wie StudentJob sind die wichtigsten Anlaufstellen. Zusätzlich lohnt sich der direkte Weg: Geh zu lokalen Geschäften, Restaurants und Supermärkten in deiner Stadt und frag persönlich nach. Viele Betriebe veröffentlichen Ferienjobs gar nicht online, sondern besetzen sie über Direktbewerbungen.
Ferienjob ab 13 – welche Regeln gelten?
Ab 13 Jahren darfst du mit Einwilligung deiner Eltern leichte Tätigkeiten ausüben. Typische Beispiele sind Zeitungen austragen, Gartenarbeit oder Nachbarschaftshilfe. Maximal sind 2 Stunden täglich erlaubt – nie vor 8 Uhr oder nach 18 Uhr. In den Ferien darfst du bis zu 4 Wochen arbeiten. Unter 13 Jahren ist Arbeit grundsätzlich verboten.
Ferienjob ab 15: Welche Jobs sind erlaubt?
Mit 15 Jahren öffnet sich das Spektrum deutlich. Du darfst als Ladenhelfer, in der Küche eines Restaurants, als Flyerverteiler oder bei leichten Lagerarbeiten jobben. In den Ferien sind bis zu 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich erlaubt. Ausnahme: Gefährliche Tätigkeiten und Arbeit an Wochenenden bleiben grundsätzlich verboten.
Was ist ein Minijob für Schüler?
Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung mit einer monatlichen Verdienstgrenze von maximal 603 € (2026). Verdienst du weniger, zahlst du in der Regel keine Steuern und Sozialabgaben. Alternativ ist eine kurzfristige Beschäftigung möglich: bis zu 70 Tage im Jahr, unabhängig vom Verdienst.
Brauche ich eine Arbeitserlaubnis als Minderjähriger?
Eine separate Arbeitserlaubnis ist in Deutschland nicht erforderlich. Allerdings muss die schriftliche Einwilligung der Eltern vorliegen, bevor ein minderjähriger Schüler einen Ferienjob annehmen kann. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diese Einwilligung zu prüfen und zu den Unterlagen zu nehmen.
Ferienjob als Schüler: Muss ich Steuern zahlen?
Solange du mit einem Minijob unter 603 € monatlich bleibst, fallen in der Regel keine Steuern an. Verdienst du mehr oder arbeitest du regelmäßig statt nur in den Ferien, kann Lohnsteuer fällig werden. Der Arbeitgeber zieht diese automatisch ab. Grundsätzlich gilt: Mit einem Ferienjob übers Jahr verteilt sind die ersten 11.604 € steuerfrei (Grundfreibetrag 2024).
Gibt es auch Online-Ferienjobs für Jugendliche?
Ja, einige Plattformen bieten Remote-Möglichkeiten für Schüler. Dazu gehören Tätigkeiten wie Datenpflege, einfache Bildbearbeitung oder das Beantworten von Umfragen. Allerdings sind die Verdienstmöglichkeiten oft gering, und viele Online-Angebote sind unseriös. Überprüfe jeden Anbieter sorgfältig, bevor du persönliche Daten eingibst.